50 über 50 im Gespräch

FrauenFunk spricht mit 50 feministischen Frauen über 50: Frauenrechtlerinnen, die Tag für Tag in den letzten 30 Jahren für Gleichberechtigung, Gleichstellung und Anerkennung gekämpft haben und wesentlich dazu beigetragen haben, dass Frauen in Wien chancengleich leben und arbeiten können.

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FrauenFunk #34: Hilde Stockhammer, Arbeitsmarktexpertin

Episode #34: Hilde Stockhammer, Arbeitsmarktexpertin

Es ist ihre bescheidene, unaufdringliche Art, die einem sofort auffällt. Sie spricht unaufgeregt, aber doch sehr bestimmt. Sätze wie: „Damit müssen die Männer halt leben lernen,“ klingen bei ihr mehr wie eine Lebenshilfe denn eine Zurechtweisung. Hilde Stockhammer ist nicht die Frau großer Inszenierungen. Sie ist jemand, dem Zahlen und Fakten wichtig sind und an denen hantelt sie sich entlang in ihrer Arbeit für die Frauen. So hat sie es als Leiterin der Frauenabteilung im Arbeitsmarktservice gemacht und auch als Gleichstellungsbeauftragte im AMS hat sich ihre bedächtige, aber hartnäckige Art durchgesetzt.

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FrauenFunk #33: Gabriele Fischer, Leiterin Drogenambulanz AKH Wien

Episode #33: Gabriele Fischer, Leiterin Drogenambulanz AKH Wien

Univ. Prof. Dr. Gabriele Fischer ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie und leitet am Allgemeinen Krankenhaus in Wien die Drogenambulanz. Sie arbeitet seit vielen Jahren in der Suchtforschung und Suchttherapie und hat mehrere Jahre in den USA gearbeitet und geforscht. Sie war Vorsitzende des Universitätsrates an der Medizinischen Universität Innsbruck und ist Konsulentin der WHO, UNO und des Europaparlaments. Darüberhinaus leitet sie eine Menschenrechtskommission.

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FrauenFunk #32: Elfriede Hammerl: Kolumnistin und Autorin

Episode #32: Elfriede Hammerl: Kolumnistin und Autorin

Elfriede Hammerl ist in Österreich eine feministische Institution. Seit 36 Jahren schreibt die Journalistin, Buch- und Drehbuchautorin eine feministische Kolumne im Wochenmagazin „profil“. In dieser Kolumne legt Elfriede Hammerl die Finger auf die Wunden und Narben der Gesellschaft und oft tut das wirklich weh. Sie schreibt mit einer Hingabe satirisch, ernst, aber auch oft humorvoll und sie schreibt immer wieder über den Alltag. Denn dort schmerzen fehlende Gleichbehandlung, Patriarchat und strukturelle Diskriminierung besonders.

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FrauenFunk #31: Astrid Zimmermann, Generalsekretärin Presseclub Concordia a.D.

Episode #31: Astrid Zimmermann, Generalsekretärin Presseclub Concordia a.D.

Astrid Zimmermann war und ist für mich ein Vorbild. Sie denkt strategisch und strukturiert. Sie kennt Statuten im Schlaf und ist ein Ass in der Gremienarbeit. All das hat viele Frauen, die sich 1999 auf ihre Initiative hin im unabhängigen Frauennetzwerk-Medien zusammenschlossen, immens vorangebracht. Darüberhinaus hat sie als Betriebsrätin und dann als Chefin der JournalistInnengewerkschaft viele Frauen in ihrem beruflichen Werdegang unterstützt und Wege aufgezeigt, wie Gleichstellung zu erreichen ist.

Zwischen 2010 und 2018 hat sie als Generalsekretärin den Presseclub Concordia auf gänzlich neue Beine gestellt. Als Mitgesellschafterin des Medienhauses Wien hat sie im Forschungsbereich über Medien und Journalismus in Österreich ihre gesamte Medienerfahrung der Vorjahre einbringen können: Sie war journalistisch in der „Arbeiterzeitung“ der SPÖ tätig. Nach dem Ende der AZ hat sie die Chefredaktion beim Oberösterreichischen und Salzburger Tagblatt übernommen. Dann zog es sie wieder nach Wien: zuerst zu NEWS und dann zur Tageszeitung „Standard“.

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FrauenFunk #30: Sandra Frauenberger, Geschäftsführerin Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen

Episode #30: Sandra Frauenberger, GF Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen

Sandra Frauenbergers Leidenschaft ist der Kampf um mehr Gerechtigkeit. Deshalb engagierte sie sich zuerst in der Gewerkschaft der Privatangestellten, wo sie Frauensekretärin war und 1999 die Leitung der Frauenabteilung übernahm. Auf den Aufstieg in der GPA folgte die Politikkarriere. Sandra Frauenberger Übernahm im Jänner 2007 als amtsführende Stadträtin die Ressorts Integration, Frauenfragen, Konsumentenschutz und Personal. Zehn Jahre später folgte sie der scheidenden Sonja Wehsely als Gesundheitsstadträtin. Auch die Sozialagenden und das Ressort Frauen und Generationen gehörten zu ihrem Aufgabenbereich.

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FrauenFunk #29: Susanne Gugrel, Geschäftsführerin „Sprungbrett“

Episode #29: Susanne Gugrel, Geschäftsführerin „Sprungbrett“

Den Verein Sprungbrett gibt es seit 1987 als Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen, wo sie herausfinden können, wer sie sind, was sie möchten, welcher Beruf wirklich zu ihnen passt und wo auch Betriebe gesucht werden, die zu diesen jungen Frauen passen. Susanne Gugrel ist dort eine von zwei Geschäftsführerinnen und auch für die Medienarbeit zuständig. Daher kennen wir einander seit vielen Jahren und ich schätze, die ruhige, umsichtige Art von Susanne Gugrel. Ihr Engagement für feministische Mädchenarbeit ist auch nach fast 25 Jahren ungebrochen.

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FrauenFunk #28: Svetlana Ilić, Start-up-Gründerin

Episode #28: Svetlana Ilic, Start-up-Gründerin

Svetlana Ilić ist eine auffällige Frau, eine Naturgewalt: 1,80 groß, roter Pagenkopf, hohe Wangenknochen, schlank und langbeinig. Ein Model. Und wenn sie spricht, dann rollt ihr serbisches R. Ihr Deutsch ist makellos und fehlerfrei, erlernt in Österreich mit 11 Jahren, als sie mit ihrer Mutter und dem Bruder endlich dem Vater nachzog aus Jugoslawien. Eine Gastarbeiterfamilie der ersten Stunde. Da hatte das aufschwingende Österreich sich noch gedacht, wir holen Arbeitskräfte und irgendwann gehen die wieder nach Hause.

Aber sie blieben. Svetlana besuchte die Hauptschule in Wien, wechselte dann auf die Handelsakademie, ihre Bruder ging auf eine HTL. Sie hatten einen fördernden Lehrer, der auf sie schaute. Beide waren begabt. Dennoch wurde Svetlana Puljarević, wie sie damals noch hieß, nicht nur gut behandelt in der Schule als Gastarbeiterkind.

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FrauenFunk #27: Andrea Brem, Geschäftsführerin Wiener Frauenhäuser

Episode #27: Andrea Brem, Geschäftsführerin Wiener Frauenhäuser

Andrea Brem und ich hatten beruflich miteinander zu tun: Sie als Geschäftsführerin des Vereins Wiener Frauenhäuser und ich als Ressortleiterin der Chronik im ORF Fernsehen. Leider waren es da immer die traurigen Nachrichten über misshandelte Frauen oder aus dem Ruder laufende Obsorgestreitigkeiten, die in den Medien für Schlagzeilen sorgten, die uns zusammenbrachten.

Doch in jedem einzelnen Fall fiel mir auf, mit welcher Empathie und Energie Andrea Brem darum kämpfte, dass Frauen und Kinder Freiräume brauchen, wo sie sich wieder sicher fühlen können. Wie sie diese Schicksale seit mehr als 30 Jahrzehnten aushält, erzählt sie in unserem Gespräch. Ein großes Sorgenkind ist die geplante automatische Obsorge. Sie bringe für Frauen eine enorme Verschlechterung, weil sie den Partner einfach nicht loswerden bis die Kinder großjährig sind.

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FrauenFunk #25: Emmy Werner, Schauspielerin, Theatermacherin

Episode #25: Emmy Werner, Schauspielerin, Theatermacherin

Sie gilt nach wie vor als die “Prinzipalin des Wiener Theaters”, die Doyenne unter den Theaterdirektorinnen – die ehemalige Direktorin des Volkstheaters, Emmy Werner. Ich lernte Sie bei der Verleihung des Wiener Frauenpreises zum ersten Mal persönlich kennen. Ihre Schlagfertigkeit und ihre Selbstironie nahmen mich sofort für sie ein. Sie hat Humor und Durchsetzungskraft, sie hat Feuer und auch ein paar Narben, wie sie selbst sagt. Aber das Theater war ihre Welt. Nach einem erfolgreichen Start als Schauspielerin am Theater der Jugend, am Josefstädter Theater und am Volkstheater, gründete Emmy Werner 1981 das Theater Drachengasse, das sie sieben Jahre später in neue weibliche Hände legte. Denn es ereilte sie der Ruf ans Volkstheater, das sie dann 17 Jahre lang sehr erfolgreich leitete und auch Regie führte. Besonders wichtig waren Emmy Werner zeitgenössische Autoren und Autorinnen.

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