Beate Maly, Schriftstellerin, Pädagogin

Episode #6: Beate Maly, Schriftstellerin, Pädagogin

Beate Maly hat eine Ausbildung als Kindergartenpädagogin und arbeitet neben dem Schreiben noch immer in der Frühpadagogik mit Kindern. Zunächst veröffentlichte sie Kinderbücher und pädagogische Fachbücher. 2007 erhielt sie das Wiener Autorenstipendium für den Entwurf ihres ersten historischen Romas „Die Hebamme von Wien“. Das Stipendium ermöglichte ihr eine Auszeit vom Kindergarten, die sie aber nicht nur zum Schreiben nutzte , sondern auch um eine Zusatzausbildung zur mobilen Frühförderin von Kindern zu absolvieren. Vor kurzem hat sie auch ihr Masterstudium beendet. Und daneben zahlreiche Romane veröffentlich. Sie lebt in der Donaustadt mit ihrem Mann und sie haben zusammen drei Kinder.

Kennen Sie das? Wenn man viel um die Ohren hat und gerade nicht alles super läuft, dann will man (also ich ganz sicher:) in eine Geschichte eintauchen, die einen emotional abholt und in eine andere Welt katapultiert. Die darf nicht kitschig verklärt sein, aber ich muss versinken können in eine andere Welt. So ging es mir mit Beate Malys Roman „Lottes Träume“. Keine Weltliteratur, aber ein super Buch, das um zwei sehr starke Frauen kreist. Einerseits der Besitzerin eines Berg- und Schisportgeschäfts in der Wiener Kaiserstrasse, das es tatsächlich gab, und andererseits einer jungen Verkäuferin, die vom Land in die Stadt zieht und das im Jahr 1904. Also durchaus eine feministische Geschichte. Viele meiner Freundinnen liebten das Buch auch. Männern würde ich das Buch nicht schenken. Also ein Frauenbuch!

Beate Maly ist eine jener Frauen, wo man sich denkt: wann bitte macht die das alles? Beruf, daneben ein Studium, Schreiben, eine Familie, drei Kinder. Maly in ihren eigenen Worten:

Bei mir hat das immer so funktionieren müssen: jetzt hab ich Zeit, jetzt kann ich schreiben. Und es funktioniert immer noch so. Es geht und es geht gut!“

Gleichstellung kann nur über die Politik verändert werden. Solange wir keine verbindliche Quotenregelung haben, wird sich daran nichts ändern. In den meisten Firmen sitzen Männer im Vorstand und solange wir die Männer nicht zwingen, ihren Kuchen mit Frauen zu teilen, wird sich nichts verändern. Das ist meine Erfahrung.“


Ich glaube aber schon, dass sich für die Frauen viel verändert hat, vor allem wenn es darum geht um große Themen zu kämpfen. Ich würde mir wünschen, dass sich Frauen mehr vernetzen und sich in Netzwerken gegenseitig unterstützen.“ 

Der Feminismus MUSS eine Perspektive haben. Als Frühförderin arbeite ich viel mit Familien mit Migrationshintergrund, wo das Frauenbild noch sehr konservativ gelebt wird und ich glaube , wir müssen die Frauen abholen und sie davon überzeugen, dass Gleichberechtigung einen ganz wichtigen Stellenwert hat. Und nur wenn die Mütter das an ihre Töchter und vor allem an ihre Söhne weitergeben, haben wir eine Perspektive.“ 

FrauenFunk #6: Beate Maly, Schriftstellerin, Pädagogin

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