FrauenFunk S.2, Episode #18: Brigitte Handlos im Gespräch mit Jana-Sophie Heumader, Studentin / F: Helmut Spudich

FrauenFunk S.2, Episode #18: Jana-Sophie Heumader, Studentin

Im Gespräch mit Jana-Sophie Heumader ging’s gleich ums große Ganze. Feminismus alleine reiche schon lange nicht mehr aus, sagt sie. Es gehe auch um Rassismus, um Klimaschutz, um Diskriminierung von Behinderten und allen Menschen, die irgendwie anders sind als die Norm. Und dagegen müsse man antreten. Radikalität und Konsequenz seien vonnöten, wenn wir wirklich etwas verändern wollen. Und das müssten wir, sagt Jana-Sophie.

Ich spürte sofort eine große Last auf ihren Schultern, die sie hoffentlich nicht erdrückt. Dass die 22jährige aber eine große Ernsthaftigkeit antreibt, ist in unserem Gespräch von Anfang an spürbar.

FrauenFunk S.2, Episode #18: Brigitte Handlos im Gespräch mit Jana-Sophie Heumader, Studentin

Jana-Sophie Heumader ist gebürtige Tirolerin und zog zum Studieren nach Wien. An der Universität Wien studiert sie Publizistik und Kommunikationswissenschaften. Im Rahmen ihres Studiums betreibt sie mit zusammen mit anderen Studierenden die Webseite www.klammerauf.at. Darin berichten sie über soziale Randgruppen und über Themen, die ihrer Meinung nach in den etablierten Medien unterrepräsentiert sind: Feminismus, Körperkult, Inklusion, Gesundheit und LGBTQIA+.

Selbst beschreibt sie sich auf ihrer Webseite als “Rebellische Plaudertasche mit stylischer Nerdbrille; einzige Tirolerin, die nicht Skifahrern kann; vegetarische Schweineliebhaberin, große Schwester und Feministin”.

Was braucht es im Feminismus?

„Feminismus muss widerständig sein. Das muss was Revolutionäres sein und nichts, was dem Mainstream gefallen soll, weil sonst reproduziere ich ja nur, was der Mainstream will. Und das will der Feminismus ja nicht, denn sonst würden ja die patriarchalen Strukturen bleiben wie sie sind.“

„Feminismus will, dass Strukturen niemanden mehr an persönlicher Entfaltung hindern.“

„Feminismus stellt für mich und mein Leben eine große Verbesserung dar, weil mir Feminismus Antworten und Erklärungen geben kann auf Dinge, die ich tagtäglich erlebe und die ich selber aber nicht so benennen habe können bis ich mich mit Feminismus beschäftigt habe.“

Zu sexueller Gewalt im Internet sagt sie:

„Es braucht hier ganz klare gesetzliche Regelungen. Das Internet kann kein rechtsfreier Raum sein.“

Was erwartet sie von einer Beziehung?

„Was ich als springenden Punkt in einer Beziehung sehe ist die mentale Organisations- und Strukturierungsarbeit, die hinter dem gemeinsamen Leben steht. Wenn die Anerkennung dafür nicht da ist, die Anerkennung, dass das auch Arbeit ist und dass das jemand machen muss und dass das einfach sehr viel mentale Kapazitäten, sehr viel Kraft und sehr viel Zeitressourcen bindet, dann hat man in einer Beziehung schon ein Problem.“

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