FrauenFunk #8: Im Gespräch mit Manuela Vollmann, Gründerin ABZ*AUSTRIA

Episode #8: Manuela Vollmann, Gründerin und Leiterin ABZ*AUSTRIA

Manuela Vollmann ist seit fast 30 Jahren DAS Gesicht von ABZ*AUSTRIA, dem Zentrum für Arbeit, Bildung, Zukunft. Sie ist Vorstandsvorsitzende, Geschäftsführerin und Gründerin dieses „Social Business“, das die Chancen von Frauen am Arbeitsmarkt durch Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen erhöhen will.

Manuela Vollmann hat in Graz und Wien Pädagogik studiert und sich auf die Fächerkombination Feministische Wissenschaft und Frauenforschung konzentriert. Nach ihrer wissenschaftlichen Assistenzzeit am Interdisziplinären Institut für Forschung und Frauenbildung in Wien, gründete sie schließlich 1992 das Non-Profit-Unternehmen ABZ*AUSTRIA. Als Geschäftsführerin ist sie für die strategische und operative Führung der Organisation zuständig, ebenso wie für Kooperationen mit Wirtschaftsunternehmen, Lobbying und Networking. 

Manuela Vollmann lebt in Wien und im Burgenland, ist verheiratet und hat zwei Töchter. 

Nur ein Jahr nach der Gründung des ABZ*AUSTRIA 1993 machte ich für ORF-Wien-heute eine Reportage über langzeitarbeitslose Frauen, die wieder in den Beruf einsteigen wollten. Der Verein hatte damals ein Büro und einen Schulungsraum in der Wohnhausanlage „Am Schöpfwerk“ in Wien-Meidling angemietet.

Manuela Vollmann war schon damals eine quirlige Person, aus der der Enthusiasmus nur so rausfloss. Im Interview war sie kaum zu stoppen vor Begeisterung über die Frauen, die sich oft nach 20 Jahren Familien- und Kinderarbeit wieder in den Beruf stürzen wollten.

In den Anfangsjahren konzentrierte sich das ABZ*AUSTRIA auf sogenannte Wiedereinsteigerinnen. Später waren vor allem Migrantinnen die Zielgruppe des ABZ*AUSTRIA. Teil dieser Fortbildung war und ist auch eine Praktikumsstelle in einem Wirtschaftsunternehmen, die vom Arbeitsmarktservice finanziert wird. Diese Stellen zu finden war unter anderem die Aufgabe von Manuela Vollmann und ich konnte mir nach dem Interview mit ihr sehr gut vorstellen, wie sie die Personalchefs für ihr Anliegen gewinnen konnte! 

An der Begeisterung für ihre Arbeit hat sich seither nichts geändert. Manuela Vollmann in ihren eigenen Worten:

Unabhängigkeit kann nur entstehen, wenn ich auch ökonomisch unabhängig bin.“

Über ihre Arbeit mit dem ABZ*AUSTRIA:

Ich könnte auch Haarspray verkaufen, aber lieber verkaufe ich Gleichstellung.“

Was in der Gleichstellung noch immer brennt:

Uns Feministinnen ist es bisher nicht gelungen, darauf aufmerksam zu machen, dass unbezahlte und schlecht bezahlte Arbeit systemrelevant sind. Hier gibt es noch viel zu tun!“

Und über die Auswirkung der Corona-Krise für Frauen auf dem Arbeitsmarkt:

Eine Strategie ist (nach der Coronakrise) klar: Kein Konjunkturpaket ohne die Wirkungsfähigkeit in Richtung Gleichstellung zu prüfen.“

FrauenFunk #8: Im Gespräch mit Manuela Vollmann, Gründerin und Leiterin ABZ*AUSTRIA

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